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1. Säule: staatliche Vorsorge

Die erste Säule betrifft die staatliche Vorsorge und dient primär der Existenzsicherung. Der Anschluss an die AHV/IV ist dabei für alle in der Schweiz wohnenden und/oder arbeitenden Personen obligatorisch. Die Beitragspflicht beginnt dabei für Erwerbstätige ab dem 1. Januar nach Vollendung des 17. Lebensjahres. Für Nichterwerbstätige gilt dieselbe Regelung ab Vollendung des 20. Lebensjahres. Die Beitragspflicht endet grundsätzlich mit der Aufgabe der Erwerbstätigkeit, allerdings frühestens mit dem Erreichen des ordentlichen Pensionsalters (Frauen: 64 / Männer: 65). Selbständige können sich freiwillig versichern lassen.

2. Säule: berufliche Vorsorge

Die zweite Säule betrifft die berufliche Vorsorge. Diese ist für alle AHV-pflichtigen Personen obligatorisch, welche länger als 3 Monate in einem Arbeitsverhältnis (befristet oder unbefristet) mit einem Bruttojahreslohn von mind. CHF 21‘510.- (Stand 2021) tätig waren. Das BVG zahlt dabei wie die erste Säule Alters-, Hinterbliebenen- und Invalidenleistungen aus. Zusammen mit der ersten Säule deckt der obligatorische Teil der beruflichen Vorsorge im Optimalfall ca. 60% des bisherigen Einkommens ab.

Der überobligatorische Bereich der 2. Säule bezieht sich zum einen auf  freiwillig höhere Einzahlungen durch den Arbeitgeber. Zur zusätzlichen Verbesserung der Leistungen kann dieser je nachdem noch durch Einkäufe in die Pensionskasse ergänzt werden.

3. Säule: private Vorsorge

Die dritte Säule ist die private Vorsorge und soll die Vorsorge für Alter, Invalidität und Tod aus der ersten und zweiten Säule komplettieren. Diese ist jedoch freiwillig. Je höher das momentane Einkommen ist, desto wichtiger wird die private Vorsorge, um den gewohnten Lebensstandard aufrechterhalten zu können.